„Auf dem Weg zum Original“ - Teil 1 - eine Monografie für 2 Wege

Willkommen auf meiner Homepage. Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit Audio-Tuning, um aus dem Dilemma zu kommen, dass die Wiedergabe von natürlichen, musikalischen Klangereignissen über Elektronik eben immer nur unverkennbar elektronisch blieb und insbesondere die Einschwingvorgänge akustischer Instrumente verstümmelt wurden. Irgendwann wurden die Fakten und Zusammenhänge soviel, dass sie aufgeschrieben werden mussten, wenn die Arbeiten systematisch fortgesetzt und weiterentwickelt werden sollten. Die ersten 10 Jahre, noch zu DDR-Zeiten, füllten den ersten Teil des Kapitel 1. Die Nachwendezeit erlaubte die Verwendung exzellenter Messgeräte mit Computerschnittstellen, die grafische Auswertung von ganzen Kurven und nicht nur von einzelnen Punkten. Ebenso wurden Tuning-Materialien und -Instrumente zugänglich, deren Namen nur bekannt waren. Ein neuer Startpunkt des zielgerichteten Suchens war das Schlüsselerlebnis der aktiven REVOX-Digital Box, wo alle Theorie bis dato rechnerisch in das Schallergebnis einflossen. Und trotzdem war das Abbild im Vergleich zur bekannten akustischen Realität in vielen Belangen schlechter als von (guten) Passivboxen. Was übrig blieb, war, dass eine entscheidende Wissenschaftsrichtung in den Theorien offensichtlich nicht berücksichtigt worden war. Ein länger gehegter Verdacht war gewesen, dass die verwendeten elektronischen Bauelemente nicht nur ihren Funktionsnamen gerecht wurden, sondern, dass ihre realen Abweichungen vom Ideal d i e Fehlerursachen sein mussten. Daraufhin entstand eine umfangreiche Literaturrecherche im Kap.2 und in logischer Folge wurden zunächst Grundlagen lückenlos aufgefüllt, damit wenigstens eine sichere Basis vorhanden war. Die publizierten Ergebnisse standen häufig im Widerspruch zur konventionellen High-End Praxis. Um die beste Frequenzweichenordnung in Kap.4 zu finden, musste erstmal geprüft werden, ob die zur Verfügung stehenden Simulationswerkzeuge theoretisch richtig rechneten. Da das nicht immer der Fall war, musste ein Zusammenhang im Kap.3 entwickelt werden. In den nächsten 2 Kapiteln, 5 und 6, wurde überprüft, inwiefern man in der Lage war, bekanntes messtechnisch nachzuvollziehen, zu bewerten, um schließlich die Messungen auf weniger bekannte Methoden und meistens nicht berücksichtigte Frequenzbereiche auszuweiten. Dass magnetisierbare Widerstände den Klang verfälschen, war bereits bekannt. Doch wie waren diese zu klassifizieren und sortieren? Stimmten die hörtechnisch empfundenen Erlebnisse mit denen anderer Hörer überein? Das wurde in Kap.7 niedergelegt. Die Verfälschung korrellierte eindeutig mit der im Widerstand verwendeten Menge ferromagnetischen Materials, vorzugweise dem allgegenwärtigen Nickel. Die erfolgreichste hörtechnische Selektionsmethode war die aufmerksame Prüfung und Vergleich der Einschwingvorgänge bekannter natürlicher Geräusche und akustischer Musikinstrumente. Praktisch überall wurden ferromagnetische Widerstände verbaut, wie auch in der komplexen Digitalbox mit analogen Endstufen von Revox. Bei Aktivboxen wirkt sich das Magnetfeld der Chassis auch auf die Widerstände der aktiven und passiven Schaltungen in den Vor- wie in den Endverstärkern aus. Widerstände sind passive elektronische Bauelemente und wie bei allen anderen passiven Bauelemente auch, werden die Oberwellen auf Kosten der Dynamik der Grundtöne erzeugt, d.h. der Grundton wird in Relation zu seinen Oberwellen bedämpft, was eine wesentliche Erscheinung der elektronischen Einfärbung ist. Es entstand so auch die Frage, ob die Phasen der ungeradzaligen Oberwellen sich zum Grundton unterscheiden. Am Modell ferromagnetisches Tonband konnte in Kap.8 herausgefunden, dass ihre Phasen vor dem Grundton zu liegen kommen. Damit wurde ein weiterer wesentlicher Grund für eine elektronische Einfärbung gefunden. Zusätzlich werden die bedämpften Grundtöne durch ihren künstlichen höherfrequenten Klirr ansatzweise verdeckt und das vorwiegend bis zum Präsenzbereich ansteigend. Im gleichen Kapitel wird geklärt, warum die Schallplattenabtastung auch heute noch als sehr angenehm aufgefasst wird. - Leider wurde die zunehmende Verzerrungsarmut des Wiedergabesystems den Chassis der Modellbox BR25 von musicelectronic Geithain zum Verhängnis. So mussten im Kap.9 neue eingebaut werden. Bei dieser Gelegenheit wurden u.a. Metallmembranen für den Tiefmitteltöner erprobt und schließlich auch eingebaut. – Da nun bekannt war, dass Klirr Verlagerungen der Klangbalance bewirken kann, war es Zeit herauszufinden, ob bei minimierten Verzerrungen direkt am 4m entfernten Hörplatz einen frequenzunabhängiger, konstanter Schalldruck praxisgerecht sein konnte. Nicht so wie es vorher und allgemein in vielen Wohnstuben gegeben war, wo mit der Entfernung nach 1m der Schalldruck mit wachsender Frequenz immer mehr nachließ. Die fehlenden künstlichen Oberwellen machten es tatsächlich möglich. Im Anfang des Kap.10 wurde nochmal bestätigt, dass die 2. Hauptursache der elektronischen Verstümmelung der Einschwingvorgänge die Dielektrische Absorption in Kondensatoren ist, und das nicht nur in den Passivweichen. Widerstände und Kondensatoren sind auch in Aktivboxen unerlässlich. - Kap.10 beweist, dass auch die neueren digitalen Formate verzerren, wenn auch auf eine ganz andere Art und Weise, - mit einer Ausnahme. Die Schallplatte ist noch nicht gestorben, da sie die verlorenen gegegangenen Oberwellen mit einem natürlichen Phasengang oberhalb 15...20kHz ergänzt und nicht wie alle anderen CD, SACD und DVD-Audio einfach abschneidet, - eben mit einer Ausnahme: der Klassik-SACD, die wie zum Dank noch weiteraufgelegt wird. Dass diese Ultraschallanteile von einem gesunden Gehör mit verarbeitet und benötigt werden, zeigt nicht nur die Theorie der K2-HD Technologie. Aus dem vorhergehenden Kapiteln wurde gelernt und in einem abschließenden Kapitel wurde in der gesamten Strecke (mindestens) vom Verstärkerausgang bis zu den Chassis das ferromagnetische Material absolut entfernt. Und nicht nur das, auch die 3.Hauptursache der elektronischen Verfremdung wurde minimiert, alle mechanisch-schwingfähigen und modulationsfähigen elektrischen Bauteile wurden stabilisiert und schwingungsarme eingebaut. Um schließlich die Authentizität der natürlichen Ein- und Ausschwingvorgänge auf ein befriedigendes Niveau zu heben, mussten quasi ideale Widerstände bis 1MHz durch Eigenbau entwickelt und gebaut werden. Schließlich konnte aufgeklärt werden, weshalb das Einspielen auch von metallisierten Folienkondensatoren zu einer weniger hellen Klangbalance führt. Leider können die selbst entwickelten Vorstellungen eines schwingungsarmen und in der dielektrischen Absorption minimierten Kondensators privat praktisch voerst nicht umgesetzt werden. Aber hier und dort gab es noch viele andere wissenwerte Details und Zusammenhänge, die nachgelesen werden müssen. Zum Schluss muss ich aber sagen, gibt es immer noch gut hörbare Verzerrungen, die überhaupt noch nicht gemessen worden sind, wie z.B. Wirbelstrombedämpfungen und -verzerrungen. Die Konsequenzen aus den Erkenntnissen sind im letzten Kapitel Resümee zu lesen. Warum es kein Buch geworden ist? Weil die Vielzahl von Kurven und Bildern niemals in ein simples schwarz-weißes Papierbündel ohne „Verzerrungen“ passt.

H.E.Kurth